Kostenlose Spielideen für zu Hause aus Haushaltsgegenständen

In diesem Beitrag möchte ich kostenlose Spielideen sammeln, die man aus Dingen vorbereiten kann, die man wahrscheinlich eh schon zu Hause hat. Auf jeden Fall ist es möglich seinem Kind auch ohne großes Budget interessante Beschäftigungsmöglichkeiten und Spielideen anzubieten, die Kinder vielseitig fördern. Schaut immer wieder mal rein, denn diese Liste werde ich immer wieder erweitern, sobald wir etwas ausprobiert und für gut befunden haben.

Inhalt “Kostenlose Spielideen für zu Hause”

  1. Vogelfutterrollen basteln
  2. Mit Tetrapacks basteln
  3. Fühlmemory basteln
  4. Häschen füttern
  5. Schütten, Gießen, Löffeln
  6. Eierschalen kaputt schlagen
  7. Steckspiel aus Eierkarton basteln
  8. Hüpfspiel
  9. DIY Legespiel
  10. Geschmacksinn schärfen
  11. Wolle
  12. Fühlbox aus Karton
  13. Verbundene Augen
  14. Mit Gläsern Musik machen
  15. Im Haushalt helfen lassen

1. Vogelfutterrollen basteln

kostenlose Spielideen Vogelfutterrollen basteln
fertige Vogelfutterrollen

Eine super einfache Art um Vögel über die kalte Jahreszeit zu helfen sind Vogelfutterrollen. Experten raten mittlerweile sogar dazu Vögel das ganze Jahr über zu füttern. Durch den immer kleiner werdenden Lebensraum finden Stadtvögel nur sehr wenig Nahrung. So finde ich es nur fair, wenn wir Menschen ihnen dafür Nahrung anbieten. Also egal wann ihr diesen Beitrag lest, ihr könnt gleich mit dem Basteln beginnen. 😉

Wie werden Vogelfutterrollen gemacht?

Ihr benötigt nur wenige Dinge zur Herstellung der Vogelfutterrollen: leere Papprollen von Toiletten- oder Küchenpapier, Kokosöl, eine Körnermischung, einen kleinen Topf, ein Backblech, eine Auflaufform, einen Backpinsel und eventuell Bindfaden.

Und so geht’s: Die Körnermischung gebt ihr in ein flaches, breites Gefäß z.B. in eine Auflaufform. Wir haben eine handelsübliche Mischung genommen und sie mit Saaten aus der Küche ergänzt, die wir schon seit Ewigkeiten haben, aber nie aufgebraucht wurden wie z.B. Sesamkörner und Sonnenblumenkerne.

Dann erwärmt ihr das Kokosöl in einem kleinen Topf bis es cremig aber noch nicht ganz flüssig ist. Wir haben dafür diese ganz gewöhnlichen und günstigen Kokosfettwürfel aus den Kühlregal genommen. Diese findet ihr dort wo es Margarinen und Butter gibt.

Stellt euch ein Backblech mit Backpapier und die Papprollen bereit. Bestreicht die Papprollen nun mit Hilfe eines Backpinsels mit dem weichen Kokosöl und wälzt die bestrichende Papprolle anschließend in der Körnermischung. Legt die panierten Rollen auf das Backblech und lasst das Kokosöl wieder fest werden. Fertig!

Nun könnt ihr euch eure Vogelfutterrollen mit einem Bindfaden auf dem Balkon aufhängen oder im Garten direkt an die Zweige eines Baums oder Buschs auffädeln. Die Kinder werden sicher Spaß daran haben den Vögeln beim futtern zuzusehen!

Zeigt dein Kind besonderes Interesse für Vögel und willst es darin unterstützen? Wie wäre es mit einem Fernglas und einem Vogelbestimmungsbuch?

2. Mit Tetrapacks basteln

Apropo Vögel… wie wäre es mit einem selbstgebastelten Vogelfutterhäuschen aus einem Tetrapack? Wir haben dafür lediglich eine leere Packung Milch, Holzspieße, einen Pfeifenreiniger und Acrylfarbe verwendet.

kostenlose Beschäftigungsideen Vogelhäuschen aus Tetrapack basteln
fertiges Vogelfutterhäuschen

Und so geht’s: Schnappt euch ein leeres Tetrapack und malt es mit wasserfester Farbe (z.B. Dieses Set hier) bunt an und schneidet nach dem Trocknen die Packung im unteren Bereich aus, sodass eine Art Höhle entsteht. Anschließend werden Kerben an den unteren Rändern eingeschnitten um dort die Holzspieße einzulegen. In der Spitze des Tetrapacks habe ich mit einem Schraubendreher ein Loch durchgestochen und einen Pfeifenreiniger als Aufhänger durchgefädelt. Und schon ist es fertig!

3. Fühlmemory basteln

Inspiriert von dem schönen Fühlmemory aus Holz von Goki habe ich beschlossen diese Idee des Fühlens kombiniert mit dem klassischen Spielprinzip von Memory irgendwie selbst umzusetzen. Denn ich war mir nicht sicher ob Rick diese Art von Spiel gefallen wird, da wollte ich nicht unnötig viel Geld ausgeben.

So sieht unser selbstgemachtes Fühlmemory aus Flaschendeckeln aus, wenn alle Deckel verdeckt liegen. Es ist genau richtig geworden, denn man sieht keinen Stoff herausschauen.

Nach einer Weile Überlegen ist mir wahrscheinlich die einfachste Art ein Fühlmemory zu basteln eingefallen. Ihr braucht dafür lediglich identische Flaschendeckel, Kleber und verschiedene Materialien zum befüllen der Deckel. Ich habe z.B. Alufolie, Metallschwamm, Wattebällchen, Fell und Stoffreste einer alten Socke verwendet. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, solange euer Material in den Deckel passt. Füllt bei voluminösen Material den Deckel nur bis zu Hälfte, damit es nicht unter dem umgedrehten Deckel herausschaut.

Kostenlose Spielideen Fühlmemory aus Flaschendeckeln basteln
Die Füllungen unserer Deckel: Watte, Alufolie, Metallschwamm, Stoff einer Socke und etwas Fell

Das tolle ist, dass ihr erstmal mit wenigen Paaren beginnen könnt um zu testen wie das Spiel bei euren Kindern ankommt. Später könnt ihr es nach Belieben erweitern.

4. Häschen füttern

Für dieses Spiel brauchst Du einen kleinen Karton auf dem Du z.B. ein Häschen mit geöffneten Mund zeichnest. Mund und Bauch werden anschließend ausgeschnitten. Danach wird es etwas knifflig: Auf der Innenseite des Mundes wird die Öffnung einer Plastiktüte oder eine Klarsichtfolie befestigt z.B. mit einen Tacker.

Gebasteltes Häschen wird von Kind mit Löffel mit trockenen Nudeln gefüttert
fertiges Fütterspiel aus einen alten Karton

Nun wird eine Schüssel mit Essen für den Hasen bereit gestellt. Ich habe mich für trockene Sternchennudeln entschieden. Sollte dein Kleinkind noch alles in den Mund stecken, bieten sich eher Cornflakes oder selbstgemachtes Popcorn an. Dein Kind hat nun die Aufgabe das Häschen mit dem Essen zu füttern. Durch das Loch im Bauch kann es beobachten wie immer mehr Essen im Bauch landet und er irgendwann voll (satt) ist. Außerdem ist diese Aufgabe super für die Feinmotorik und schult die Konzentrationsfähigkeit. Denn das richtige Halten und zum Mund führen des Löffels erfordert ein ganze andere Bewegung als bei sich selbst.

5. Schütten, Gießen, Löffeln

Kinder lieben es mit echten Dingen wie ungekochten Nudeln, Reis, Linsen und Bohnen zu spielen. Es macht viel Spaß und fördert bei den Kleinsten das Umschütten mit verschiedenen Besteck und unterschiedlich großen Gefäßen. Verschiedene Zutaten werden von den Kindern gern in eigene kleine Gefäße sortiert. Eine tolle Übung für die Feinmotorik. Ihr braucht dafür nicht mal extra Spielzeuggeschirr. Kleine Dinge aus der eigenen Küche sind dafür bestens geeignet wie Schneidbretter, Muffinförmchen, kleine Töpfe, Schüsseln, Trinkbecher, Untertassen etc.

6. Eierschalen kaputt schlagen

Wer gerne Eier verspeist, hat nun einen guten Grund die Eierschalen aufzubewahren. Die gut gereinigten Schalen kannst Du sicherheitshalber bei 200°C für 15 Minuten im Backofen sterilisieren. So schützt man sich am besten vor Salmonellen. Brauchst Du länger um genug Eierschalen für das Spiel zu sammeln solltest Du sie in einer Holzkiste oder Karton an einen luftigen Ort aufbewahren.

Hast Du genug Eierschalen gesammelt, werden sie auf einen Tisch oder auf einen festen Fußboden (kein Teppich) gelegt und mit Frischhaltefolie abgedeckt. Wenn Du keine Lust auf Kehren und Staubsaugen hast, dann lege unter die Eierschalen noch eine Schicht Frischhaltefolie. Am Rand wird die Frischhaltefolie mit Klebeband befestigt. So fliegen die Splitter der Eierschalen nicht durch den ganzen Raum. Eine kleinere Menge Eierschalen lassen sich auch prima in einen großen Gefrierbeutel zerklopfen.

Rick hatte viel Spaß dabei die Eierschalen mit einem Holzhammer zu zerklopfen und genauso viel Spaß sie mit dem Staubsauger selbst aufzuräumen. Das Spiel ist ein tolles Training für die Hand-Augen-Koordination und dein Kind kann sich mal wild ausleben.

7. DIY Steckspiel aus Eierkarton

Ich bastel aktuell immer mehr kurzweilige Spielzeuge selbst aus günstigen Alltagsmaterialien, da ich mich öfter geärgert habe, dass gekaufte Lernspiele nach wenigen Malen langweilig geworden sind.

In diesem Fall geht es um ein schnell gemachtes Steckspiel mit Zahlen. Wenn man es ganz einfach hält, ist es in unter 5 Minuten fertig gebastelt. Je nachdem für was sich dein Kind momentan besonders interessiert, kannst Du das Thema des Steckspiels beliebig anpassen (Farben, Formen, Buchstaben, Aufkleber etc.). Ich habe mich für die Zehnerreihe entschieden, da Rick die Zahlen bis 20 sicher kennt und die größeren Zahlen wissen wollte.

Du brauchst nichts weiter als einen leeren Eierkarton, Eisstiele oder Holzspieße und eventuell Aufkleber, je nachdem für welches Thema Du dich entscheidest. Nachdem Du alles beschriftet oder beklebt hast, durchstichst Du mit den Eisstielen die kleinen Kuhlen des Eierkartons. Nun können die Stiele leicht von deinem Kind reingesteckt werden. Für die Holzspieße müssen noch kleine Schildchen aus Papier oder Karton zugeschnitten und mit Klebeband befestigt werden.

8. Hüpfspiel

Über das Hüpfspiel habe ich schon ausführlich im Beitrag Buchstaben und Lesen lernen – Wie helfe ich meinem Kind dabei? geschrieben. Es eignet sich besonders gut für energiegeladene Kinder, die ruhige und konzentrierte Aufgaben nicht lange durchhalten. Den Bewegungsdrang dieser Kinder kann man sich aber zunutze machen und z.B. dieses Zahlenhüpfspiel einsetzen. Egal ob drinnen oder draußen: Baut gemeinsam einen Parcour mit verschiedenen Hindernissen auf. Versucht euer Kinder Balancieren, klettern und kriechen zu lassen und dank des Zahlenhüpfspiels wird natürlich auch gehüpft.

Beispiel: Auf dem Wohnzimmertisch befindet sich eine simple Aufgabe z.B. ein Einlegepuzzle. Die Puzzleteile befinden sich im Kinderzimmer und müssen einzeln über die Hindernisse des Parcours zum Wohnzimmer gebracht werden. Dabei wird hinwärts die Zahlen aufsteigend und zurück zum Kinderzimmer absteigend gehüpft. So lernen auch wilde Kids das Zählen ganz nebenbei.

9. DIY Legespiel

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Das fertige DIY Legespiel

Für alle Kinder, die sich bereits für Zahlen interessieren, sind diese Legekarte genau das Richtige. Die Karte sind inspiriert nach dem Prinzip von Montessori und können ganz einfach selber gemacht werden. Ich habe eine Postkarte als Vorlage genommen und Moosgummi in dieser Größe ausgeschnitten. Karton oder Bastelpapier funktioniert natürlich auch dafür. Nehmt einfach was ihr gerade im Haus habt.

Danach wurden die Zahlen von eins bis neun aufgeschrieben und die entsprechende Menge Kreise daneben gemalt. Die Aufgabe ist es nun, die richtige Menge Linsen, Bohnen, Steine o.ä.  auf die Kreise zu legen. So bekommen die Kinder ein Gefühl für die Menge, die eine Zahl darstellt. Ich habe dafür Zuckerdragees genommen. Die sind so abartig süß, dass sie kein Mensch bei uns essen will. So haben sie wenigstens noch einen sinnvollen Nutzen. ?

Weitere Ideen zum Zahlen lernen gibt’s übrigens hier: Zahlen, Zählen und Mengenverständnis lernen

10. Geschmacksinn schärfen

Meine Nahrungsmittelauswahl für Rick

Für dieses sensorische Spiel braucht ihr nix weiter als viele kleine Gefäße oder ein Muffinblech und verschiedene Lebensmittel. Ricks Augen habe ich mit einer Schwimmbrille, die ich mit Wattepads ausgestopft habe, verdeckt. Tücher haben bei ihm einfach nicht so gut gehalten.

Und dann kann’s auch schon losgehen. Dieses Spiel vermittelt euren Kindern wie stark wir Essen über unsere Augen bewerten und wie ungewohnt es sich anfühlt es nicht sehen zu können. Ältere Kinder können ausprobieren zusätzlich ihre Nase zuzuhalten um ihnen zu zeigen wie wichtig auch die Nase beim Schmecken ist.

11. Wolle

Wollknäuel sind ein wunderbares universelles Spielzeug. Man kann mit Wolle nicht nur basteln und handwerkliche Dinge anstellen, sondern auch für Rollenspiele gut gebrauchen. Ein bisschen Inspiration vielleicht?

  • gelbe Wolle kann zu “Nudeln” verarbeitet werden und rote Wolle zu “Tomatensoße”
  • Wolle kann Absperrung für Spielzeugautos oder Zäune für Tiere sein
  • sie kann eine Umrandung für Straßen sein
  • oder an Möbel gebunden Laserstrahlen sein, die Überwunden werden müssen ohne sie zu Berühren
  • man kann mit Wolle verschiedene Knoten lernen
  • oder Handstricken (einfach mal bei Youtube suchen): Per Handstricken können schon junge Kinder ihre ersten Strickwaren selbst machen – allein mit ihren Händen. So lassen sich für Puppen und Kuscheltiere kleine Schals oder Deckchen machen
  • mit einer großen Nadel können die ersten Versuche im Nähen und Sticken gewagt werden
  • auch Freundschaftsbänder können mit Wolle geflochten werden
  • ein ganzes Wollknäuel kann auch als Ball dienen, der in der Wohnung nicht viel schaden anrichten kann
  • auf einen langen Wollfaden kann man Balancieren üben
  • mit mehreren Wollknäuel kann man Jonglieren
  • ältere Kinder können lernen Figuren zu häkeln (Amigurumi)
  • mit einem Webrahmen kann man Weben lernen

12. Fühlbox aus Karton

Inspiriert von der Fühlbox aus Holz von Smallfoot, habe ich einfach eine Fühlbox aus Karton gebastelt. Beim Karton hat man sogar den Vorteil, dass man sieht welchen Gegenstand das Kind in den Händen hat und kann Tipps geben, falls es nicht auf die richtige Lösung kommt.

13. Verbundene Augen

Auf die Frage hin “Mama wie ist es eigentlich blind zu sein?” haben wir ein kleines Experiment gestartet. Ich schnappte mir Ricks Schwimmbrille und stopfte Wattepads hinein, sodass man nicht mehr durchschauen kann. Rick probierte das Spiel interessiert aus. Pass aber gut auf dein Kind auf. Trotz eingeschränkter Sicht bewegen sich junge Kinder häufig ganz normal und können sich dann schnell verletzen. Einfach weil sie sich noch nicht vorstellen können wie wichtig ihr Sehsinn ist.

Lass dein Kind erstmal im Sitzen an den Zustand gewöhnen und fordere es dann auf an eine bestimmte Stelle in eurer Wohnung zu laufen. Es wird sich relativ schnell an den Umstand gewöhnen und sich mehr und mehr durch seine anderen Sinne orientieren. Ein wunderbares Training für’s Gehirn, dass gleichzeitig auf Menschen mit Sehbehinderungen aufmerksam macht und das Einfühlungsvermögen für Betroffene stärkt.

Klar durch die Wohnung laufen geht mit etwas Übung ganz gut. Traut sich dein Kind mehr zu, kann es mal alltägliche Dinge ausprobieren wie auf Toilette gehen, neue Kleidung aus dem Schrank holen, Tisch anräumen und sich das Abendbrot belegen. Da wird es schon deutlich schwieriger. Spätestens wenn es ums Spielen geht wird der Spaß schnell vorbei sein: Videos schauen, Bücher lesen, malen, basteln, Rollenspiele, Sport mit Freunden…. alles kann man nicht mehr mitmachen, sobald man nichts sieht.

Spreche mit deinen Kind bei dieser Gelegenheit über Menschen, die keine andere Wahl haben und wie diese ihren Alltag meistern. Ihr könnt diese Übung auch mal Umdrehen: Lasst einen Elternteil mal blind sein, nachdem dein Kind erfahren hat wie es sich anfühlt. Dein Kind hat nun die Aufgabe den blinden Elternteil zu helfen zurechtzukommen.

14. Mit Gläsern Musik machen

Mit Weingläsern, die mit unterschiedlich viel Wasser gefüllt sind, lassen sich interessante Töne erzeugen indem man mit einen nassen Finger auf den Rand des Glases reibt. Durch die Reibung beginnt das Glas zu schwingen und das Wasser beeinflusst den Klang der Töne. Damit haben Kinder jede Menge Potential zum Experimentieren.

15. Im Haushalt helfen lassen

Ich schreibe bewusst “lassen”, da Kleinkinder oft sehr engagiert sind ihren Eltern im Alltag zu helfen, aber meistens nicht dürfen, weil sie langsam sind oder etwas falsch machen. Wenn dein Kind noch klein ist, dir gern helfen möchte und du später ein großes Kind haben möchtest, dass auch mal etwas im Haushalt übernimmt, dann solltest Du dir jetzt Zeit nehmen und deinem Kleinkind die Chance geben mitzumachen.

Sei dir immer bewusst: Kinder wollen Helden sein und wollen anderen gefallen. Wenn ihre Eltern ihnen aber immer wieder einreden “Das kannst Du noch nicht”; “Dafür bist Du zu klein / zu langsam / zu ungeschickt etc.” wird es das Kind glauben und sich irgendwann nichts mehr zutrauen und entsprechend nicht mehr im Haushalt helfen wollen.

Lass dein Kind also mitmachen, wenn es Interesse zeigt und nehmt euch die Zeit dafür. Greife nur ein, wenn etwas wirklich gefährlich ist oder etwas wertvolles kaputt gehen kann. Dreckige Sachen oder eine kaputte Tasse sind Lernerfahrungen. Spare dabei nicht mit positiver Verstärkung indem Du dich bedankst, lächelst und dein Kind umarmst oder einen Kuss gibst. Du wirst sehen wie es danach über’s ganze Gesicht strahlen wird und dadurch mehr Interesse an Haushaltsaufgaben hat.

Besonders geeignete Aufgaben sind Geschirrspüler einräumen oder ein Paar Sachen per Hand abwaschen, Tiere füttern, Katzenklo oder Kleintierkäfig sauber machen, Staub saugen, Papiermüll zur Papiertonne bringen, Spielsachen aufräumen, Waschmaschine ein- und ausräumen, Staub wischen, Schuhe putzen, weiches Obst oder Gemüse zubereiten usw.

Mach bitte kein Drama, wenn dein Kleinkind während seiner Hilfe abgelenkt wird und plötzlich etwas spielt. Lass es spielen und frage ob es seine Aufgabe noch weiter machen möchte, ansonsten erledigst Du es selbst.

Tipp: Damit dein Kind noch besser und sicherer helfen kann, ist ein sogenannter Lernturm eine tolle Anschaffung.

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